Anträge an den Rat

 

Antrag auf Offenlegung der aktuellen Zahlen zur Schulpolitik

Sehr geehrter Herr Bürgermeister,

Als Ratsmitglied Olaf Wirl beantrage ich, das im Vorfeld der Beratungen zur Befragung zur Errichtung der Sekundarschule, die amtlichen Zahlen der Grevener Kinder, den Fraktionen zur Verfügung gestellt werden, bzw. veröffentlicht werden. Begründung: In den Medien tauchen immer wieder ganz unterschiedliche Zahlen auf. Wie möchte man vernünftig die Schulentwicklung planen, wenn die Zahlen immer wieder ganz unterschiedlich dargestellt werden. Im Anhang sind Tabellen, wie wir denken, dass die Zahlen dargestellt werden sollten.

Grundschulen in und um Greven herum besuchen.

Als Ratsmitglied Olaf Wirl beantrage ich, das sichergestellt wird, das alle Grevener Eltern von Kindern des 2. Und 3. Jahrganges bei der Bedarfsermittlung zur Sekundarschule befragt werden. Begründung: Zurzeit gehen einige Grevener Kinder außerhalb von Greven in die Grundschule. Auch sie sind von der Schulentwicklung betroffen und sollten / müssen befragt werden. Alle Eltern müssen sich nach der Grundschulzeit eine weiterführende Schule der Sekundarstufe 1 suchen. Nur weil sich einige für eine Grundschule außerhalb von Greven entschieden haben, heißt das nicht zwangsläufig, dass sie sich auch bei der weiterführenden Schule, für eine außerhalb von Greven entscheiden. Diese Eltern dürfen nicht vergessen werden.

Antrag auf Vorstellung aller Grevener Schulformen bei der Informationsveranstaltung zur Sekundarschule

Als Ratsmitglied Olaf Wirl beantrage ich, dass bei der Informationsveranstaltung zur Sekundarschule über alle der in Greven vorkommenden weiterführenden Schulformen ab Klasse 5 in Absprache mit der Schulaufsicht berichtet / informiert wird. Begründung: In Greven leben viele Eltern, die sich mit dem Schulsystem noch nicht auskennen. Dies sind unter anderem die Familien, der hier in Greven wohnenden Flüchtlinge und zugezogene Familien, die aus Bereichen kommen, die das 3 gliedrige Schulsystem nicht kennen bzw. noch keine Erfahrungen mit den weiterführenden Schulen haben. Um eine für das Wohl der Kinder wichtige Entscheidung treffen zu können, ist es wichtig, die verschiedenen Schulformen oder zu mindestens die Unterschiede zu kennen. Bitte prüfen Sie in Absprache mit der Schulaufsicht, wie die Schulformen bei den Informationsveranstaltungen und den Informationszetteln vorgestellt werden können.

Mit freundlichen Grüßen

Olaf Wirl

Antrag

An den

Bürgermeister der Stadt Greven

Herrn Peter Vennemeyer

Rathausstr. 6

48268 Greven

Betreff:

Gründung einer Sekundarschule unter Beibehaltung der bestehenden Schullandschaft

Antrag der Freien Wähler Greven e.V. in Kooperation mit der Grevener Stadtelternschaft vom

16.03.2016

Sachdarstellung:

Es gibt einen Lösungsansatz, mit dem alle Grevener Kinder in Greven beschult werden können, Greven eine Sekundarschule bekommt und der Schulfrieden wiederhergestellt wird. Damit dieser LösungsansatZ zeitglich mit der Vorlage 74/2016 an den Ausschuss für Schule, Kultur und Sport der Stadt Greven verwiesen werden kann, unterstotzen die oben genannten Fraktionen den Wunsch der Grevener Stadteltern, diesen Vorschlag zu prüfen. Das bedeutet nicht zwangsläufig, dass die oben benannten Fraktionen mit den inhaltlichen Ausführungen der Grevener Stadteltern übereinstimmen, sondern nur, dass dieser Lösungsansatz mit deren Unterstützung an den Ausschuss für Schule, Kultur und Sport der Stadt Greven verwiesen wird. Getragen von dem Wunsch, alle Grevener Schüler in Greven zu beschulen und erfolgreiche Systeme in unserer Stadt zu erhalten, gilt es, eine Erweiterung der bestehenden Schullandschaft vorzunehmen. Neben den bewährten Systemen des Gymnasiums, der Realschule und der Gesamtschule, wird als Ergänzung und Unterstützung eine dreizügige Sekundarschule errichtet. Damit die Anzahl der Klassen auch den prognostizierten, steigenden Bedarfen angepasst werden kann, sollen zunächst folgenden Schulformen mit folgenden fortgeführt/errichtet werden:

5 Züge am Gymnasium 4 Züge an der Gesamtschule
3 Züge an der Realschule 3 Züge an der Sekundarschule
insgesamt 8 Züge im Leistungssystem insgesamt 7 Züge im längerem gemeinsamen Lernen
insgesamt 15 Züge an 4 Schulformen für die Sekundarstufe I in Greven

Daraus ergeben sich folgende Effekte:

  • Alle Grevener Schülerinnen und Schüler können in Greven beschult werden (Kapazitäten und Schulformen sind hinreichend vorhanden).
  • Eltern haben weiterhin die Wahlfreiheit zwischen einer Ganztags- und Halbtagsbeschulung.
  • Alle Schulformen werden in Greven angeboten und bilden zusammen einen attraktiven Schulstandort, an dem sowohl eine vertikale als auch horizontale Durchlässigkeit geboten wird. Eine Möglichkeit zum Schulwechsel ist also gegeben.
  • Die neu zu errichtende Sekundarschule stärkt als Unterbau die zukünftige Oberstufe der Gesamtschule, womit den Schülerinnen und Schülern der Sekundarschule ein nahtloser Übergang in die gymnasiale Oberstufe ermöglicht werden kann.
  • Das beschriebene System wird den Anforderungen einer auch weiterhin expandierenden Stadt gerecht.
  • Das Konzept befriedet die Debatten und führt zu Planungssicherheit al/er Beteiligten.
  • Die Schullandschaft in Greven wird stabilisiert und langfristig gestärkt.

Olaf Wirl

Freie Wähler Greven e.V.

Sebastian Wänke Stephan Kalthoff

Vorsitzender der Grevener Stadtelternschaft stellv. Vorsitzender der Grevener Stadtelternschaft

Aktuelle Fakten zur Schulpolitik

Aktuelle Fakten zur Schulpolitik:

Was gibt es aktuelles aus dem Münsterland bezüglich der Schullandschaft?

Hier zunächst einmal die Anmeldezahlen aus Münster für die Schuljahre 2016/17 / 2015/16:

Hauptschulen gleichbleibend 90 / 89
Realschulen  steigend 552 / 528
Sekundarschule  weiter fallend 44 / 49 ( zur Gründung 75 seither fallend)
Primus eine Modelschule steigend 59 / 48 (Kl. 1-10 wie Gesamt-/Sekundarschule)
Gymnasien steigend 1146 / 1099 + 338 / 335 (bischöfliche)
Gesamtschule steigend 112 / 112 + 112 MS-Ost ist neu dazugekommen,
+ 168 / 180 Friedensschule fallend
(in der Summe + 100)

Die Situation in Greven:

Realschule 87 / 120
Gymnasium 137 / 160
Gesamtschule 166 / 120
(davon 145 genommen)
Auswärtig 11 Nordwalde Gesamtschule
11 Saerbeck Gesamtschule
7 Emsdetten

Fazit:
Die Gymnasien haben weiterhin Zulauf, wie die Gesamtschulen. Aber auch die Realschulen bleiben mit stabilen Zahlen weiterhin gewünscht. Die Sekundarschule in Münster kämpft um ihr Überleben.
In Greven merkt man die Verunsicherung der Eltern, bezüglich der Realschule. Trotzdem hat sie 87 Anmeldungen, was zeigt, dass sie nach wie vor gewünscht und gefordert wird.

Eines kann man deutlich feststellen, Gymnasien, die Gesamtschulen (G9) und die Realschulen sind anerkannte und gewünschte Schulformen.
Die Hauptschule in Münster ist gleichbleibend stabil und relativ klein.
Die Sekundarschule ist in Münster gescheitert.

Die vorhandenen, nicht neuen, aber nach wie vor aktuellen Fragen hier in Greven bleiben:
⦁ Warum soll in Greven eine Sekundarschule entstehen, die woanders scheitert und eine anerkannte gewünschte Realschule schließen?
⦁ Warum müssen zukünftig eine große Zahl Realschüler die Grevener Schullandschaft verlassen oder sich zwangsweise umorientieren?
Neu hinzu gekommen:
⦁ Was ist die mögliche Ursache warum 29 Grevener Schüler die Grevener Schullandschaft verlassen haben?
⦁ Warum meiden die Umlandgemeinden die Grevener Schullandschaft?
Diese neuen Fragen lassen sich mit den schlechter gewordenen Busverbindungen von und nach Greven, mit dem Beschluss des Schulausschusses Grevener Kinder zu bevorzugen und der nicht endend wollenden Diskussion um die Schließung der Realschule bzw. Umwandlung in eine Sekundarschule beantworten.
Nicht nur die auswärtigen Eltern sind verunsichert, nein auch die Grevener Eltern sind durch die ewige Diskussion verunsichert worden.
Die Grevener Schullandschaft ist relativ gesund. Sorgt man dafür, dass kein Kind abgewiesen wird, in dem man z.B. die Gesamtschule für 1 – 2 Jahrgänge um eine Klasse aufstockt, wäre alles in Ordnung.
Denn eines ist nicht in Ordnung:
Eine Schulform wie die Gesamtschule, die alle Bildungsgänge auf sich vereint und sich auf die Fahnen schreibt: „Alle Kinder sind willkommen!“, lehnt (und zwar nicht nur in Greven) Schülerinnen und Schüler ab. Die Schulform der Gesamtschule, zwingt so die Kinder dazu sich außerhalb ihrer Gemeinde eine Schule zu suchen. Dies hat mit einer Willkommenskultur nichts zu tun.
Dies ist in Augen der Freien Wähler Greven e.V. schlimmer, als nach der Erprobungsstufe einvernehmlich und mit Unterstützung durch die Schule, die Schule/Schullandschaft der Gemeinden zu wechseln. Wobei im letzteren Fall in Greven diese Zahlen deutlich geringer ausfallen, als die Zahl der Ablehnungen der Gesamtschulen. (Ausnahmen wie 2015/16 bestätigen die Regel.)

Ein weiterer Irrglaube der Grünen, SPD und Linke ist, die Umwandlung der Realschule wäre fast kostenneutral.
Was ist mit dem Neubau eines Werkraumes, eines Hauswirtschaftraumes und der Mensa als Mindestvoraussetzung?
Es handelt sich hier um die Umwandlung einer halbtags geführten Realschule in eine ganztags geführte Sekundarschule. Die Realschule hat keine Möglichkeit über 600 Schulkinder zu versorgen. Es müsste also massiv investiert werden.
Gewöhnt sich Greven an die ständig anfallenden Steueranhebungen und somit steigenden Wohnnebenkosten? Wir Freien Wähler Greven e.V. sagen Nein.
Stoppt diese unsinnigen Ausgaben und die ständigen Steuererhöhungen auch zum Wohle unserer Kinder.

Haushaltsrede 2015

Sitzung des Rates der Stadt Greven am 16.12.2015

Stellungnahme zum Haushaltsplanentwurf 2016
(Es gilt das gesprochene Wort.)
Sehr geehrter Herr Bürgermeister,
geschätzte Kolleginnen und Kollegen des Rates,

meine sehr geehrten Damen und Herren,

die Freien Wähler Greven haben sich mit dem Haushaltsentwurf 2016 beschäftigt und kommen zu folgendem Ergebnis:

Wir haben eine Zeit wirtschaftlichen Aufschwunges, sprudelnder Steuereinnahmen, niedriger Zinsen und niedriger Arbeitslosigkeit. Gleichwohl gehen wir in Greven am Bettelstab.

Statt den positiv eingeschlagenen Weg, von Konsolidierung und Sparmaßnahmen, fortzusetzen, reden wir in Greven von Neuverschuldung und einem tiefen Griff in die Taschen unserer Bürgerinnen und Bürger. Ungleichbehandlung wird vorangetrieben und der Schulfrieden gefährdet.

An dieser Stelle möchte ich Sie Herr Bürgermeister, an ihre Rede zur Einführung des Haushaltes erinnern und Sie mit einem kurzen Ausschnitt zitieren: Weiterlesen

Gutes bewahren — Zukunft gestalten!